So läuft eine thermische PV-Inspektion ab

Eine gute Thermografie beginnt nicht erst mit dem Drohnenflug. Entscheidend sind Vorbereitung, geeignete Bedingungen und eine saubere Dokumentation.

Marius Preussler stimmt vor jedem Einsatz ab, welche Fragestellung besteht, welcher Umfang sinnvoll ist und in welcher Form die Ergebnisse benötigt werden.

1. Anfrage und erste Einschätzung

Für eine erste Einschätzung sind folgende Angaben hilfreich:

  • Standort
  • Anlagengröße
  • Dachanlage, Freifläche oder Agri-PV
  • Anlass der Prüfung
  • vorhandene Pläne oder Modulbelegungen
  • besondere Fragestellungen
  • gewünschter Umfang der Dokumentation

Auf dieser Grundlage wird geprüft, ob eine Drohnenbefliegung sinnvoll möglich ist und welcher Umfang passt.

2. Terminplanung nach geeigneten Bedingungen

Für verwertbare Wärmebildaufnahmen müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Dabei spielen unter anderem Sonneneinstrahlung, Bewölkung, Wind, Tageszeit und Betriebszustand der Anlage eine Rolle.

Der Termin wird deshalb so abgestimmt, dass möglichst aussagekräftige Aufnahmen entstehen können.

3. Drohnenbefliegung vor Ort

Die Anlage wird strukturiert mit Wärmebild- und Sichtkamera beflogen. Dabei wird auf eine nachvollziehbare Erfassung der Anlagenbereiche geachtet, damit auffällige Module oder Abschnitte später möglichst gut zugeordnet werden können.

4. Sichtung und Auswertung

Nach dem Flug werden die Aufnahmen gesichtet. Thermisch auffällige Bereiche werden markiert und mit ergänzenden Sichtbildern nachvollziehbar dokumentiert.

Die Auswertung bleibt bewusst praxisnah: Es wird dargestellt, was thermisch auffällig ist und wo sich diese Auffälligkeit befindet. Die weitere technische Ursachenprüfung erfolgt durch den Fachbetrieb.

5. Dokumentation und Übergabe

Je nach Vereinbarung erhalten Sie:

  • Wärmebildaufnahmen
  • ergänzende Sichtbilder
  • Markierung auffälliger Bereiche
  • kurze Beschreibung der Feststellungen
  • Zuordnung nach Dachfläche, Modulbereich oder Anlagenabschnitt
  • auf Wunsch einen Kurzbericht oder eine strukturierte Bilddokumentation

Bericht ohne unnötige Überfrachtung

Nicht jede Anlage benötigt einen umfangreichen technischen Bericht. Manchmal reicht eine klare Bilddokumentation mit Markierungen. In anderen Fällen ist ein kurzer schriftlicher Bericht sinnvoll, etwa für Betreiber, Versicherungen oder interne Dokumentationszwecke.

Der Umfang wird vorab abgestimmt, damit Sie genau das erhalten, was für Ihren Zweck hilfreich ist.

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